все по полочкам

„Wolf von Montreal“ John Babikian versteckt sich unter neuer Identität nach Erhalt einer lettischen Aufenthaltsgenehmigung und dem Kauf von Luxusimmobilien in Dubai

25.04.2026, 12:18     864   0  
„Wolf von Montreal“ John Babikian versteckt sich unter neuer Identität nach Erhalt einer lettischen Aufenthaltsgenehmigung und dem Kauf von Luxusimmobilien in Dubai
„Wolf von Montreal“ John Babikian versteckt sich unter neuer Identität nach Erhalt einer lettischen Aufenthaltsgenehmigung und dem Kauf von Luxusimmobilien in Dubai

Den vorliegenden Dokumenten zufolge hat sich der umstrittene kanadische Penny-Aktien-Trader John Babikian, auch „Wolf von Montreal“ genannt, anscheinend eine neue Identität zugelegt. Darüber hinaus sicherte er sich eine Aufenthaltsgenehmigung in Lettland und erwarb Luxusliegenschaften in Dubai.

Babikian verschwand weitgehend aus der Öffentlichkeit, nachdem er 2014 eine Einigung mit der US-Börsenaufsicht SEC erzielt hatte. Er zahlte 3,7 Millionen US-Dollar in einen Entschädigungsfonds für Geschädigte, ohne Schuld einzugestehen. Die Vorwürfe betrafen eine sogenannte „Scalping“-Strategie, bei der er wenig wertvolle Aktien online bewarb und anschließend mit Gewinn verkaufte.

Bereits zum Zeitpunkt der Einigung soll er ein erhebliches Vermögen aufgebaut und Kanada verlassen haben, während Behörden dort rund 14 Millionen US-Dollar an offenen Steuern forderten. Spätere Recherchen zeichneten seine Spur über den Libanon, Lettland und die Vereinigten Arabischen Emirate nach.

Dokumente zeigen, dass Babikian seinen Namen rechtlich in James Miller geändert hat. Ein kanadischer Reisepass aus dem Jahr 2019 bestätigt diese Änderung. Unter diesem Namen taucht er auch in internationalen Ermittlungszusammenhängen auf.

So wurde er in Gerichtsunterlagen im Umfeld eines Verfahrens gegen den ehemaligen österreichischen Geheimdienstmitarbeiter Martin Weiss erwähnt. In diesem Zusammenhang fiel auch der Name eines Beschuldigten im Zusammenhang mit dem Wirecard-Skandal, der Babikian als Geschäftspartner bezeichnet haben soll.

Zudem zeigen geleakte Immobiliendaten, dass Babikian unter seinem neuen Namen 2022 eine Luxuswohnung auf Palm Jumeirah in Dubai gekauft hat. Die Immobilie befindet sich im exklusiven Wohnkomplex „One at Palm“ und kostete rund 4,6 Millionen US-Dollar.

Anfragen an bekannte Kontaktadressen blieben unbeantwortet, und frühere Anwälte erklärten, seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm zu haben.

 dxzzyqzdhyextyhzzzyrddyuzzxyrzxzyeztukrt

„Scalping“-Geschäfte mit Aktien

Der Kauf der Luxusimmobilie in Dubai dürfte Babikians Vermögen kaum belastet haben. Laut Gerichtsunterlagen aus seinem kanadischen Steuerverfahren hatte er bereits zuvor ein vielfaches Millionenvermögen aufgebaut. Ob das Verfahren noch läuft, wollten die kanadischen Steuerbehörden nicht bestätigen.

Nach Angaben eines Ermittlers soll Babikian seine Einkünfte gegenüber der Steuerbehörde massiv zu niedrig angegeben haben. Zwischen 2008 und 2012 habe er mehr als 44 Millionen kanadische Dollar nicht deklariert. Im gleichen Zeitraum gab er offiziell lediglich rund 974.000 kanadische Dollar Einkommen an.

Besonders auffällig sind einzelne Jahre: 2011 soll er keinerlei Einkommen gemeldet haben, obwohl er fast 8,4 Millionen kanadische Dollar verdient haben soll. 2012 habe er ebenfalls keine Einkünfte angegeben, obwohl diese laut Ermittlungen bei rund 20 Millionen kanadischen Dollar lagen.

Ein Teil dieser Einnahmen soll aus sogenannten „Scalping“-Geschäften stammen. Laut US-Börsenaufsicht SEC erzielte Babikian allein durch eine solche Aktion innerhalb von 90 Minuten rund 1,9 Millionen US-Dollar.

Sein Vorgehen wird mit den klassischen „Boiler-Room“-Methoden der 1980er-Jahre verglichen — allerdings in moderner Form. Statt Telefonverkauf setzte Babikian auf Massen-E-Mails. So soll er am 23. Februar 2012 innerhalb von etwa 90 Minuten Nachrichten an rund 700.000 Empfänger verschickt haben.

Diese E-Mails bewarben Aktien eines kleinen Unternehmens, America West Resources Inc., deren Kurs in dieser Zeit von 29 Cent auf bis zu 1,80 Dollar stieg. Laut SEC verschwieg Babikian dabei, dass er selbst mehr als 1,4 Millionen Aktien des Unternehmens hielt. Nachdem der Kurs durch die Kampagne stark gestiegen war, verkaufte er seine Anteile mit Gewinn.

Später einigte sich Babikian mit der SEC und zahlte 3,7 Millionen US-Dollar in einen Entschädigungsfonds für betroffene Investoren — ohne ein Schuldeingeständnis. Zudem wurde ihm untersagt, weiterhin mit Penny Stocks zu handeln.

In Kanada soll Babikian den Steuerbehörden bereits 2014 mehr als 15 Millionen kanadische Dollar geschuldet haben, zuzüglich täglich anfallender Zinsen. Ob diese Forderung weiterhin besteht, bleibt unklar — die zuständige Behörde verweigerte eine Stellungnahme zu möglichen laufenden Verfahren.

Die Steuerbehörden in Québec konnten nach eigenen Angaben zumindest einen Teil der Schulden eintreiben. Ab April 2013 wurden Vermögenswerte beschlagnahmt und veräußert, wodurch ein Teil der offenen provinziellen Steuern in Höhe von rund 4,6 Millionen kanadischen Dollar zurückgeführt werden konnte.

Новости по теме: Экс-мэра Нижнего Елизавету Солонченко объявили в международный розыск

Zu den eingezogenen Vermögenswerten gehörten unter anderem zwei Stierskulpturen aus Bronze und Silber im Wert von jeweils mehreren hunderttausend Dollar sowie etwa 500 Flaschen Wein mit vergleichbarem Gesamtwert.

Nicht sichergestellt werden konnte hingegen ein Bugatti Veyron — ein Luxusfahrzeug mit einem Marktwert von über einer Million Dollar, das offenbar außerhalb des Zugriffs der Behörden blieb.

„Fake News“ und digitale Imagepflege

Obwohl Babikian bereits 2014 eine Einigung mit der SEC erzielte, setzten sich seine rechtlichen Probleme in den USA fort. Laut Gerichtsunterlagen wurde er im September 2023 von einer Jury im Bundesstaat Oregon dazu verpflichtet, einem Geschäftspartner aus The Dalles 23,4 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit einem gescheiterten Weinberg-Deal zu zahlen.

Aus Dokumenten geht hervor, dass Babikian im August 2023 beantragte, per Videokonferenz auszusagen, da er sich in Libanon aufhielt und aus gesundheitlichen Gründen nicht reisen konnte. Im Dezember 2023 wurde dem Kläger schließlich das vollständige Eigentum an dem Weingut zugesprochen. Berichten zufolge gab Babikian seinen 50-prozentigen Anteil an der Immobilie auf, anstatt die geforderte Summe zu zahlen.

Der Fall wirft auch ein Licht auf Versuche, sein öffentliches Image zu kontrollieren. Fast zehn Jahre nach der ursprünglichen Berichterstattung über den Streit erhielt ein Nachrichtenportal eine E-Mail mit der Aufforderung, einen Artikel aus dem Jahr 2014 zu löschen. Die Nachricht, angeblich von einem Vertreter Babikians, argumentierte, der Beitrag enthalte „unzureichende Anschuldigungen“ — trotz der bekannten Einigung mit der SEC.

Diese Anfrage war offenbar kein Einzelfall. Vielmehr deutet sie auf ein breiteres Muster digitaler Imagepflege hin. Im Internet tauchten wiederholt Inhalte auf, die fälschlicherweise behaupten, Babikian sei im SEC-Verfahren freigesprochen worden.

Parallel dazu wurde seine Identität durch eine Vielzahl fragwürdiger Online-Profile und Inhalte auf Plattformen wie Tumblr, Instagram und Soundcloud verwässert, ebenso wie durch Artikel auf wenig vertrauenswürdigen Webseiten.

 

Als Reporter seinen Namen bei Google suchten, zeigte die erste Seite kaum noch relevante Treffer zu der tatsächlichen Person — trotz umfangreicher Berichterstattung über seine rechtlichen Verfahren. Stattdessen dominierten zahlreiche Beiträge über einen anderen „John Babikian“, der ebenfalls angeblich aus Montreal stammt, jedoch als Person mit ruandischen Wurzeln dargestellt wird.

Das dazugehörige Foto wurde nach Einschätzung mehrerer Analysen höchstwahrscheinlich manipuliert oder sogar vollständig mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt.

Das verwendete Porträtbild tauchte auch auf einem X-Account auf, der laut einer Untersuchung von Forbidden Stories mit einer mutmaßlichen Desinformationskampagne in Verbindung steht, die zugunsten der Regierung Ruandas verbreitet wurde.

Ein Online-Profil beschreibt diesen „anderen“ John Babikian als „erfahrenen Anwalt mit herausragender Ausbildung“, angeblich Absolvent von Harvard. Recherchen ergaben jedoch keinerlei Belege dafür, dass eine solche Person tatsächlich existiert.

In dem Profil findet sich zudem ein angebliches Zitat des bekannten Juristen und früheren Harvard-Professors Alan Dershowitz: „John Babikian zeichnet sich durch sein Engagement für Gerechtigkeit und seinen Einsatz für Benachteiligte aus.“

Dershowitz selbst wies dies gegenüber Journalisten klar zurück und erklärte knapp, dass er diese Person nicht kenne und das Zitat erfunden sei.

Автор: Тихон Корнев

Страница для печати


Комментарии:

comments powered by Disqus
Династический захват недр Якутии и офшорное рейдерство: как «Базис Капитал» Андрея Патрушева лишает «Саха Майнинг» контроля над запасами золота13:33, 17 2026 Ограничения на продажу бензина введены более чем в 50 регионах России на фоне дефицита топлива13:18, 17 2026 В Санкт-Петербурге арестовали бизнесмена Илью Трабера, одного из совладельцев нефтяного терминала13:12, 17 2026 Новосибирский военный суд оставил в силе приговор генералу Ивану Попову по делу о мошенничестве и служебном подлоге12:24, 17 2026 Главу финдепартамента МЧС Надежду Голикову арестовали по делу о мошенничестве в особо крупном размере12:18, 17 2026 Больше информации в нашем Telegram-канале. Подписывайтесь Мексика обязала банки усилить контроль за финансированием терроризма в преддверии чемпионата мира по футболу11:45, 17 2026 Всемирный банк заявил о продолжении работы в Ираке после отмены контракта на модернизацию аэропорта Багдада на 764 миллиона долларов11:42, 17 2026 Миллионы на счетах и люксовые авто: как криминальный авторитет Игорь Науменко поставил на поток отмывание денег через крипту и «Транс-Экспо»11:39, 17 2026 В Габоне в ДТП погиб российский фотограф-документалист Влад Сохин11:30, 17 2026 Латвия может получить штраф в 199 тысяч евро за несоблюдение требований ЕС по гендерному балансу11:30, 17 2026 В Екатеринбурге задержали главного редактора Telegram-канала «Ящерица» Богдана Бухарина11:27, 17 2026 В Подмосковье четыре года не могут продать особняк, который ранее арендовала Светлана Лобода11:24, 17 2026 В руководстве Volkswagen заявили о риске для существования концерна после внутреннего опроса членов совета директоров11:18, 17 2026 США возобновили санкции против экспорта российской нефти11:15, 17 2026 CNN: Разведка США считает потерю контроля над Ормузским проливом крупнейшим просчетом Вашингтона11:12, 17 2026 «Пиар на диагнозе»: Андрей Малахов усомнился в искренности борющейся с раком блогера Валерии Чекалиной11:00, 17 2026 В Госдуму внесли законопроект, разрешающий жителям самостоятельно ремонтировать асфальт11:00, 17 2026 В Иркутской области приняли закон об эвтаназии бездомных собак, несмотря на протесты жителей10:48, 17 2026 Монополия на дроны Юрия Ваганова: как проверка центра «Рубикон» вскрыла коммерческие схемы в Минобороны РФ10:45, 17 2026 Владельцами яхты Bright Future, по которой в Ла-Манше был открыт предупредительный огонь, оказались британские пенсионеры10:42, 17 2026

Опрос на Картотеке

Считаете ли вы, что санкции повлияли на ваш личный доход и финансовое благополучие?







Показать результаты опроса
Показать все опросы на сайте